A
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| Ambulant |
Behandlung in der Praxis oder Klinik ohne Aufnahme des Patienten auf eine Bettenstation. |
| Anamnese |
Krankengeschichte, früherer Krankheitsverlauf |
| Angiologie |
Die Angiologie ist ein Teilgebiet der Inneren Medizin , welches sich mit Gefäßerkrankungen von Erkrankungen der beschäftigt. Sie befasst sich mit der Entstehung , Epidemiologie , Diagnose , konservativen und interventionellen Therapie , Rehabilitation und PräventionArterien , Venen und Lymphgefäße .
Die exakte Abgrenzung gegenüber anderen Fachrichtungen oder -teilbereichen ist weder immer möglich noch erwünscht. Erkrankungen der Koronargefäße sind allerdings eine Domäne der Kardiologen ; für Gefäßerkrankungen, die das zentrale Nervensystem betreffen, sind auch Ärzte der Neurologie und Neurochirurgie zuständig. Bei Erkrankungen des venösen Gefäßsystems wie Krampfadern oder postthrombotischem Syndrom und der Lymphgefäße gibt es Überschneidungen mit der Dermatologie und der Phlebologie . Die Gefäßchirurgie ist ein Teilbereich der Chirurgie und gehört nicht zur Angiologie. Bei vielen angiologischen Krankheitsbildern besteht eine enge Kooperation mit anderen medizinischen Fachgebieten.
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| Angiologe |
Facharzt für Innere Medizin mit der Bereichsbezeichnung "Angiologie" |
| Antikoagulanzien |
Medikamente, die die Gerinnungsfähigkeit des Blutes herabsetzen und z.B. bei tiefer Beinvenenthrombose eingesetzt werden |
| Arterien |
Schlagadern; Blutgefäße, die das Blut vom Herzen aus im Körper verteilen. Die Körperschlagadern transportieren dabei sauerstoffreiches, hellrotes Blut, vom Herzen in die Organe und Extremitäten, die Lungenschlagadern dagegen sauerstoffarmes, dunkelrotes Blut von Herzen zurück zur Lunge. |
B
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| Besenreiser |
Sehr feine, oberflächlich in der Haut gelegene kleinste Venen, die oft bläulich-rötlich durchschimmern. Während einer Schwangerschaft können Besenreiservarizen besonders auffällig werden |
| Bewegung |
Das beste Naturheilmittel für die Vene – und zugleich die einfachste Maßnahme zur Vorbeugung von Krampfadern. Bewegung ist notwendig, damit die Muskelpumpe überhaupt funktioniert. Auch bei Venenschwäche hält Bewegung das Blut in den Beinen in Schwung. Spazierengehen, Wandern, Radfahren, Walking, Schwimmen und alle Sportarten, die die Beine beanspruchen, ohne sie zu überlasten, können Erkrankungen der Venen zumindest verzögern. |
| Bildgebende Verfahren |
Mit Hilfe der modernen Ultraschalltechnik können krankhafte Veränderungen der Venen und ihrer Klappen sehr genau sichtbar gemacht werden. Daneben lässt sich in Farbe darstellen, wie schnell und wohin das Blut in den Gefäßen fließt. Bevor die Ultraschalluntersuchung eingeführt wurde, war die so genannte „Phlebographie“ die beste Darstellungsmöglichkeit für Krampfadern und Beinvenen. Dabei handelt es sich um eine Röntgenuntersuchung der Beinvenen, bei der ein Kontrastmittel in eine Vene gespritzt wird. Durch das Kontrastmittel werden die Venen und eventuelle krankhafte Veränderungen auf dem Röntgenschirm sichtbar. Heute wird die Phlebographie nur noch bei speziellen Fragestellungen durchgeführt, die anders nicht geklärt werden können. |
C
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| Chirurgie |
Behandlung von Krankheiten durch direkten mechanischen Eingriff (Operation) in den lebenden Körper. |
| CVI |
Abkürzung für Chronische Venöse Insuffizienz. Die "Venenschwäche" ist die häufigste Folge von unbehandelten Krampfadern oder Venenthrombosen und häufigste Ursache von Beinbeschwerden. Die CVI ist Folge eines lange bestehenden Blutrückstaus.
Sie führt vor allem im Bereich der Unterschenkel zu einem vermehrten Wasseraustritt ins Gewebe (Ödem). Dies führt zu einem Anschwellen der Beine. Häufig sind Juckreiz oder Kribbeln zu spüren. In späteren Stadien kann es zu Ekzemen und Entzündungen der Haut sowie zu Ernährungsstörungen des Gewebes kommen. Diese äußern sich oft als Verhärtung, Braunverfärbung oder Abblassung der Haut, besonders im Knöchelbereich und am Unterschenkel. Ohne die richtige Therapie kommt es im Verlauf häufig zu offenen, schlecht heilenden Wunden, dem so genannten "offenen Bein" bzw. „Unterschenkelgeschwür“ bzw. „Ulcus cruris“.
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| Crosse |
Einmündungsstelle der großen Rosenvene (im Bereich der Leiste) bzw. der kleinen Rosenvene (im Bereich der Kniekehle) in das tiefe Venensystem. |
| Crosseninsuffizienz |
Krankhafter Rückfluss von Blut aus dem tiefen Venensystem über die Crosse in die große oder kleine Rosenvene durch schließunfähige Venenklappen. |
| Crossektomie |
Operativer Eingriff in Voll- oder Teilnarkose, bei dem die Rosenvene an ihrer Eintrittsstelle ins tiefe Venensystem freigelegt, durchtrennt und unterbrochen wird. Im gleichen Operationsgebiet werden alle weiteren Venenäste, auch gesunde, ebenfalls durchtrennt und unterbrochen. Bei der großen Rosenvene wird die Operation in der Leiste durchgeführt, bei der kleinen Posenvenen im Bereich der Kniekehle. Der chirurgische Eingriff wird in der Regel mit weiteren chirurgischen Maßnahmen in Kombination durchgeführt, z.B. dem Krampfader-Stripping. Ist der Ersteingriff noch meist recht problemlos, nötig werdende Wiederholungsoperationen sind technisch erheblich schwieriger und mit mehr Komplikationen behaftet. |
D
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| Diagnose |
Feststellung einer Erkrankung; Ziel der Krampfader-Diagnostik ist es, Art und Ausmaß des Krampfadern vollständig zu erkennen, um die geeignete therapeutische Vorgehensweise festlegen zu können. Die Diagnose wird nach der Anamnese, einer körperlichen Untersuchung und mit Hilfe von medizinischer Technik (z.B. der Ultraschall-Doppler-Sonographie) gestellt. |
| Diuretika |
Medikamente, die eine verstärkte Entwässerung („harntreibend") bewirken |
| Doppler-Ultraschall |
Verfahren zur Diagnosestellung in der Gefäßmedizin, das mit Ultraschallwellen von außen durch die Haut die Blutströmung in den Gefäßen beurteilbar macht, entweder als hörbares Strömungsgeräusch oder als sichtbare Strömungskurve. |
| Duplex-Ultraschall |
Verfahren zur Diagnosestellung in der Gefäßmedizin, das mit Ultraschallwellen von außen durch die Haut das Körperinnere sichtbar und die Blutströmung in den Gefäßen beurteilbar macht, und zwar in einer Kombination aus einem schwarz-weißen Ultraschallbild und einer Darstellung der Blutströmung als hörbares Strömungsgeräusch oder als sichtbare Strömungskurve. Mit Duplex-Ultraschall lässt sich auch der Therapieerfolg nach einer Krampfadersklerosierung oder Operation beurteilen. |
| Duplex-gesteuerte Sklerosierung |
Sklerotherapieverfahren für die Ausschaltung dickerer, weniger oberflächlich liegender Krampfadern, bei dem Duplex-ultraschallgesteuert das Sklerosierungsmedikament gezielt und kontrolliert gegeben wird. Die Wirkung des Medikaments lässt sich damit in Echtzeit beurteilen. |
E
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| Ekzem |
Hautausschlag; Bei Krampfadern im fortgeschrittenen Stadium und bei Chronischer Venöser Insuffizienz häufig vor allem im Bereich der Unterschenkel - neben Entzündungen, Verhärtungen, Hautverfärbungen und offenen, schlecht heilenden Wunden - zu finden. |
| Embolie |
„wanderndes Blutgerinnsel“; Verschleppung eines Blutgerinnsels (Thrombus), z.B. von den Beinvenen in die Lunge (Lungenembolie) oder z.B. von Schlagader-Aussackungen in weiter entfernt liegende Schlagadern (arterielle Embolie, z.B. „Schlaganfall“). Die Lungenembolie ist die gefährlichste Folge einer Venenthrombose. Verschließt ein Blutgerinnsel schlagartig ein großes Lungengefäß, bricht der Lungenkreislauf zusammen, mit tödlichem Ausgang. Die Behandlung erfolgt z.B. durch starke blutverdünnende Medikamente (Antikoagulantien). Die Vorbeugung einer Lungenembolie durch Vorbeugung einer Thrombose ist medizinisch absolut notwendig. Sie geschieht durch Bewegung, blutverdünnende Medikamente (z.B. Heparin-Spritze), Kompressionsstrümpfe und durch Ausschaltung von Krampfadern. |
F
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| Feinverödung |
siehe Mikro-Sklerotherapie |
G
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| Gefäße |
Lymph- oder Blutgefäße; Adern, darunter Venen und Arterien (Schlagadern); Blutgefäße sind die Transportbahnen unseres Organismus für Blut und Lymphe. Bei den Blutgefäßen unterscheidet man Arterien, Venen und Kapillargefäße. Als Arterien oder Schlagadern bezeichnet man die Gefäße, die Blut vom Herzen in den Körper leiten. Die Körperschlagadern transportieren dabei sauerstoffreiches, hellrotes Blut vom Herzen in die Organe und Extremitäten, die Lungenschlagadern dagegen sauerstoffarmes, dunkelrotes Blut von Herzen zurück zur Lunge. Die Venen sammeln das Blut aus dem Organismus und leiten es zurück zum Herzen. In den Kapillargefäßen findet der Stoffaustausch zwischen Blut und Zellen statt. Sie liegen zwischen Arterien und Venen und sind mikroskopisch klein. |
| Gefäßchirurgie |
Behandlung von Gefäßkrankheiten durch direkten mechanischen Eingriff (Operation) in den lebenden Körper. Unterschieden wird die Arterienchirurgie, bei der z.B. Schlagaderverengungen oder –erweiterungen behandelt werden, von der Venenchirurgie, bei der Krampfaderbehandlungen im Vordergrund stehen. |
H
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| Hämatom |
Bluterguss; z.B. nach Verletzungen als „blauer Fleck“ oder nach chirurgischen Eingriffen, bei denen es zu Gewebseinblutungen kommt. |
| Hämorrhoiden |
Knötchenartige Erweiterungen des Gefäßpolsters im Bereich des Afters; Hämorrhoiden entstehen häufig dann, wenn zu einer angeborenen Bindegewebsschwäche weitere Risikofaktoren wie eine ballaststoffarme Ernährung, Bewegungsarmut oder Verstopfung hinzukommen. Wenn sich Hämorrhoiden einmal gebildet haben, verschwinden sie selten von allein. Sie können Juckreiz, Brennen, Schmerzen und Blutungen verursachen. Eine Methode zur Entfernung von Hämorrhoiden ist die Sklerotherapie. |
| Heparin |
Medikament zur kurzfristigen Hemmung der Blutgerinnung. Muss besonders bei Bettlägerigkeit und im Rahmen operativer Eingriffe zum Schutz vor Venenthrombosen gegeben werden. |
I
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| Insuffizienz |
Funktionsuntüchtigkeit, Funktionsschwäche, Funktionsverlust; Bei Krampfadern spricht man von „Venenklappen-Insuffizienz“, wenn die Venenklappen nicht mehr richtig schließen und es dadurch zu einem Zurückfließen des Blutes in die Beine kommt. |
| Intermittierende Kompression |
Behandlungsverfahren, bei dem über aufblasbare Druckmanschetten abwechselnd Druck auf die Beine ausgeübt wird. Dies unterstützt Lymph- und Blutfluss in die richtige Richtung und hilft, Wasseransammlungen im Gewebe (Ödeme) zu reduzieren. |
| Irreversibel |
nicht umkehrbar, unwiederbringlich |
K
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| Kapillargefäß |
Haargefäß; mikroskopisch kleine Blutgefäße, die kleinsten des Körpers. Sie verbinden den arteriellen mit dem venösen Teil des Blutkreislaufs. Durch ihre Wand hindurch finden Sauerstoff- und Nährstoffaustausch statt, gleichzeitig werden Abfallprodukte ans Blut zurückgegeben. Bei lange bestehenden Krampfadern kann der Austausch über die Kapillargefäße nachhaltig behindert sein. Das führt einerseits zu einem Sauerstoff- und Nährstoffmange des Gewebesl, andererseits zu einer Anhäufung von Abfallprodukten. Unbehandelt kann das Hautschäden, im weiteren Verlauf auch die Entwicklung eines Beingeschwürs (Ulcus cruris) hervorrufen. |
Klappeninsuffizienz
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Ungenügender Klappenschluss in den Venen oder im Herzen |
| Kneipp-Anwendung |
von Sebastian Kneipp entwickelte naturheilkundliche Behandlungsform mit kaltem Wasser. |
| Kompression |
Eine wichtige Säule in der Therapie von Venenerkrankungen: Durch den Druck, den ein gut sitzender Kompressionsstrumpf auf das Gewebe ausübt, werden erweiterte Venen wieder zusammengedrückt. Die Venenklappen schließen durch den Druck von außen wieder besser, der Blutrücktransport beschleunigt und verbessert sich. Das Einsickern von Flüssigkeit durch die Venenwände ins Gewebe (=Ödem) wird verhindert |
Kompressions- strümpfe |
Es gibt sie in verschiedenen Ausführungen und Materialien. Durch die besondere Herstellungsweise üben Kompressionsstrümpfe einen gleichmäßigen Druck auf das Gewebe aus. Der Sitz der Kompressionsstrümpfe muss jedoch für jeden Patienten unbedingt individuell geprüft werden, damit sie optimal wirken und die geschwächte Venenfunktion bestmöglich unterstützen können. |
| Krampfader |
Krampfadern (vom Arzt auch Varizen genannt) sind knotenförmig oder sackartig, geschlängelt verlaufende Erweiterungen der oberflächlich liegenden Venen. Der Begriff "Krampfader" hat aber nichts mit "Krampf" (im Sinne von Schmerzen in der Wade, über die viele Patienten mit Krampfadern klagen) zu tun, sondern leitet sich von dem mittelhochdeutschen Begriff "Krummader" bzw. "Krumpader" ab. |
| Krampfaderblutung |
akute Komplikation und Folge des Krampfadernleidens; Weil die Venenwand bei Krampfadern besonders dünn ist und Krampfadern oft sehr oberflächlich liegen, ist die Gefahr einer Blutung bei Krampfaderpatienten sehr hoch. Kleine Verletzungen können zur starken Blutung führen, weil der Blutdruck in den Venen erhöht ist, besonders im Stehen. Als Sofortmaßnahme bei einer Krampfaderblutung sollte das betroffene Bein hoch gelagert und möglichst steril verbunden werden. Die weitere Versorgung geschieht durch den nächstgelegenen Arzt. |
L
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| Laser |
Gerät mit parallel gebündeltem Licht einer Wellenlänge; Bei der Therapie von Krampfadern wird versucht, sich den Hitzeeffekt des Laderlichtes zunutze zu machen: Durch Laserstrahlen kann das Blut so stark erhitzt werden, dass es im Gefäß verdampft und so zur punktuellen Blutgerinnung führt. Wegen der Hitzefreisetzung in der Haut und im Gewebe muss das Behandlungsgebiet gut gekühlt werden. Bei nicht ausreichender Kühlung oder einem falsch eingestellten Lasersystem kann es zu Verbrennungen, Krusten- und Narbenbildungen sowie Farbveränderungen der Haut kommen. |
| Leitvenen |
Die großen Venen des tiefen Venensystems. Leitvenen liegen tief im Gewebe zwischen den Muskeln des Beins gelegen und transportieren einen großen Teil des verbrauchten Blutes zurück zum Herzen. Bei schlussunfähig gewordenen Venenklappen kommt es durch den Blutrückstau fast regelmäßig zu Folgeerscheinungen: Beinschwellungen durch Wasseraustritt ins Gewebe (Ödeme), Entzündungen der Venen und der Haut, Ernährungsstörungen des Gewebes mit Verhärtungen, Braunverfärbung oder Abblassung der Haut oder dem so genannten "offenen Bein" bzw. offenen Unterschenkelgeschwür (Ulcus cruris). |
| Lichtreflexionsrheographie |
Abkürzung: LRR; schmerzloses und unblutiges Untersuchungsverfahren zur Diagnose von Venenerkrankungen mit Infrarotlicht. Dabei wird Licht in der Haut gemessen, wie schnell Blut in das Bein einströmt und wie schnell das Blut wieder abtransportiert wird. |
| Lipödem |
Schwellung im Rahmen einer Fettgewebevermehrung, häufig erbbedingt |
| Lungenembolie |
siehe Embolie |
| Lymphe |
klare, eiweißreiche Flüssigkeit; Die Lymphe ist, zusammen mit den Venen, für den Abtransport von Schlackestoffen aus dem Gewebe verantwortlich. Die Lymphflüssigkeit fließt dabei in einem eigenen Gefäßsystem, den so genannten Lymphgefäßen oder Lymphbahnen. Schwellungen der Beine können nicht nur durch Venenprobleme entstehen, sondern auch durch Behinderungen des Lymphabflusses. |
M
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| Mini-Krampfadern |
Netzförmige Krampfadern; feine bläuliche Venennetze (vom Arzt auch „retikuläre Varikose“ genannt, die durch die Haut durchschimmern. Sie sind mit einem Durchmesser von 1 bis 3 mm größer als Besenreiser (bis 1 mm), aber in der Regel kleiner als „Seitenastkrampfadern“. Sie verursachen selten körperliche Beschwerden, stören aber unter ästhetischen Gesichtspunkten oft sehr. Netzartige Krampfadern lassen sich mit verschiedenen Therapieverfahren beseitigen. |
| Mikro-Sklerosierung |
„Feinverödung“; Ambulante, schnittfreie Therapie zur Beseitigung von Besenreisern und Mini-Krampfadern ohne Laser, Narkose oder Operation. In die betroffenen Besenreiser wird mit einer sehr feinen Kanüle ein Arzneimittel eingespritzt, dass den Sklerosierungsvorgang bewirkt: Die innere Venenwand der Besenreiser löst sich auf, was über körpereigene Vorgänge zu einer Verklebung der Venen führt. Je nach Anzahl und Größe der zu behandelnden Besenreiser wird die Therapie in mehr als einer Sitzung durchgeführt. Im Anschluss an eine Mikro-Sklerosierung muss man für einige Tage einen Kompressionsverband oder Kompressionsstrumpf tragen. |
| Muskelpumpe |
Fähigkeit des Muskels, das verbrauchte Blut in den Venen zur eigenen Entsorgung und zum Abtransport in Richtung Herz zu befördern. Die Wadenmuskelpumpe arbeitet unter erschwerten Bedingungen, weil hier die längste Strecke zurück zum Herzen bewältigt werden muss |
N
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| Narkose |
Künstlich herbeigeführter schlafähnlicher Zustand, der das Bewusstsein und die Schmerzempfindlichkeit vorübergehend aufhebt (Vollnarkose). Die Narkose kann auch als „Teilnarkose“ erfolgen, bei der man wach ist und nur die Schmerzempfindung in bestimmten Körperregionen ausgeschalten wird. Eine Teilnarkose kann z.B. als „örtliche Betäubung“ oder als „Rückenmarksnarkose“ erfolgen. Bei chirurgischen Verfahren wird immer mindestens eine Form der Narkose durchgeführt. Die Sklerotherapie hingegen erfordert keine Narkose. |
| Netzartige Krampfadern |
feine bläuliche Venennetze (vom Arzt auch „retikuläre Varikose“ genannt, die durch die Haut durchschimmern. Sie sind mit einem Durchmesser von 1 bis 3 mm größer als Besenreiser (bis 1 mm), aber in der Regel kleiner als „Seitenastkrampfadern“. Sie verursachen selten körperliche Beschwerden, stören aber unter ästhetischen Gesichtspunkten oft sehr. Netzartige Krampfadern lassen sich mit verschiedenen Therapieverfahren beseitigen. |
O
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| Ödem |
Schwellungszustand im Gewebe durch Flüssigkeitseinlagerung |
| Ödemprotektiva |
„Gefäßabdichtende" Medikamente, die Wassereinlagerungen im Gewebe verhindern sollen |
| Operation |
Die Operation (von lateinisch operatio, „die Verrichtung“) bezeichnet: in der Medizin einen chirurgischen Eingriff in den Organismus, Eine Operation (kurz: Op.) ist ein instrumenteller Eingriff am oder im Körper eines Patienten zum Zwecke der Therapie , seltener auch der Diagnostik .
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| Örtliche Betäubung |
Bei einer örtlichen Betäubung werden einzelne Körperabschnitte vorübergehend gegen Schmerz unempfindlich gemacht, wobei man aber, anders als bei einer Vollnarkose, wach bleibt. |
P
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| Perforansvenen |
Verbindungsvenen zwischen den tiefen und den oberflächlichen Venen. Bei funktionsfähigen Verbindungsvenen, von denen es am Bein hunderte gibt, fließt das Blut von außen nach innen, also von den Hautvenen zu den tiefen Leitvenen. Bei funktionsunfähigen Verbindungsvenen kehrt sich die Fliessrichtung aber um, wodurch das oberflächliche Venensystem überlastet wird und sich zu Krampfadern ausdehnen kann. Funktionslose Verbindungsvenen stellen recht häufig die Ursache für Krampfadern dar. Sie können operiert oder sklerosiert werden. |
| Phlebitis |
Entzündung einer Vene. Meistens findet sich dabei eine schmerzhafte Verhärtung und Rötung im Verlauf der betroffenen Vene. Nicht selten kommt es im Bereich der Entzündung zur Gerinnselbildung - Festwerden des zuvor flüssigen Blutes (Thrombo-phlebitis). |
| Phlebographie |
Röntgenkontrastmitteldarstellung des Venensystems; Form und Verlauf der Venen werden bei besonderen Fragestellungen im Röntgenbild erkennbar gemacht. Wird heute vor allem noch dann durchgeführt, wenn andere bildgebende Verfahren (zum Beispiel Duplex-Ultraschall) nicht die erforderliche Diagnosesicherheit gebracht haben. |
| Phlebologe |
Venenspezialist |
| Phlebologie |
Wissenschaft und Lehre von den Venenerkrankungen. |
| Phlebothrombose |
Venenthrombose, Blutgerinnselbildung in den tiefen Venen. Kann bei verschiedenen Erkrankungen oder spontan auftreten, beispielsweise bei Bewegungsmangel auf Fernreisen (Economy-Class-Syndrom). Bei unbehandelten Krampfadern können Thrombosen in Folge des gestörten Blutkreislaufs entstehen. Die Thrombose kann zu Lungenembolien führen, wenn Teile des Blutgerinnsels vom Blut mitgerissen, in Richtung Lunge gespült und dort Gefäße verstopft werden. Die Standardbehandlung von Thrombosen erfolgt durch Kompressionstherapie und blutverdünnende Medikamente, seltener werden gerinnselauflösende Medikamente gegeben oder eine Operation durchgeführt. |
| Postthrombotisches Syndrom |
Veränderungen an der Haut und am Gefäßsystem nach und in Folge einer in der Vergangenheit entstandenen Venenthrombose, gekennzeichnet durch Schwellungen, Hautverfärbungen, Krampfaderbildung und eventuell „offenen Unterschenkelgeschwüren“. |
| Prophylaxe |
Vorbeugung von Erkrankungen; Bei Krampfadern auch die Verzögerung ihrer Entstehung. Weil meistens eine vererbte Veranlagung besteht und unsere Lebensweise zur Entstehung von Krampfadern beiträgt, ist eine Prophylaxe immer sinnvoll: Man sollte sein Gewicht kontrollieren und sich viel bewegen. Gymnastik, Schwimmen, Radfahren und zum Beispiel Treppensteigen aktivieren die Wadenmuskelpumpe. Auch das Tragen von Kompressionsstrümpfen oder die Einnahme von Ödemprotektiva ist sinnvoll. Nach dem morgendlichen Duschen sollte man seine Beine immer kurz kalt abbrausen, und zwar beginnend an den Füßen, möglichst bis zum Oberschenkel. Dadurch ziehen sich die Gefäße wieder zusammen und die Beine werden leichter. Erfolge sind allerdings von der Regelmäßigkeit stark abhängig. Auch wenn Sie gut vorbeugen und eigentlich keine Risikofaktoren haben, sollten sie bei allen Anzeichen von Besenreisern oder Krampfadern, erst recht aber bei Beschwerden an den Beinen, immer Ihren Arzt aufsuchen, der sie, wenn es nötig oder erwünscht ist, zu einem Venenspezialisten überweisen kann. |
R
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| Reflux |
Rückfluss; Bei Krampfadern ist das Zurückfließen von Blut in weiter fußwärts gelegenen Venenabschnitte gemeint. |
| Retikuläre Varizen |
Netzartige Krampfadern |
| Rezidiv |
Rückfall, Wiederauftreten einer Erkrankung. Bei Krampfadern kann ein erneutes Auftreten von Krampfadern, zum Beispiel nach einer Operation, verursacht sein durch eine echte Neubildung von Krampfadern, da keine Therapie die meist zugrunde liegende Bindegewebsschwäche beseitigen kann. Weiterhin kann eine Therapie auch unvollständig sein, so dass zunächst verschlossenen Blutgefäße wieder durchgängig werden. |
| Rosenvene |
Stammvene; große, unter der Haut im Bindegewebe liegende kräftige Vene des oberflächlichen Venensystems. Pro Bein gibt es zwei Rosen- bzw. Stammvenen: die große und die kleine Rosenvene. Die große Rosenvene verläuft auf der Innenseite des Beines vom Innenknöchel des Fußgelenks vorbei am Knie bis hin zu Leiste. Dort mündet sie in das tiefe Venensystem. Die kleine Rosenvene verläuft vom Außenknöchel des Fußgelenks bis in die Kniekehle. Hier hat sie ihre Verbindungsstelle zu den tiefer liegenden Leitvenen. |
S
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| Seitenastvarizen |
Krampfadern der Seitenäste der oberflächlichen Venenstämme |
| Seitenastvene |
Als Seitenastvenen werden oberflächliche Venen bezeichnet, die Blut zu den Stammvenen transportieren. Die Seitenastvenen haben untereinander und auch zum tiefen Venensystem zahlreiche Verbindungsvenen. Wenn die Venenklappen der Seitenastvenen verschlussunfähig werden, könnenSeitenastvarizen entstehen. |
| Sklerosierung |
Verödung der Krampfadern |
| Sklerotherapie |
„Verödungstherapie“; Die Sklerotherapie (oder Sklerosierungstherapie) ist eine ambulante, schnittfreie Therapie zur Beseitigung aller Krampfaderformen ohne Operation. Eine Narkose ist dabei nicht erforderlich. In die betroffenen Krampfadern wird ein Arzneimittel eingespritzt, dass den Sklerosierungsvorgang bewirkt: Dabei wird die innere Venenwand aufgelöst. Über körpereigene Vorgänge führt dies zu einer Verklebung der Venen. Im Anschluss an eine Sklerotherapie wird für einige Tage bis Wochen ein Kompressionsverband getragen. |
| Sonographie |
Ultraschall; Mit Hilfe der Ultraschalltechnik kann der Arzt das Körperinnere beurteilen und so Art und Ausmaß bestimmter Krankheiten erkennen: Bei Krampfadern kommen im wesentlichen zwei Ultraschallverfahren zur Anwendung: Die Doppler-Sonographie (Ultraschall-Doppler) und die Duplex-Sonographie (Duplex-Ultraschall). |
| Stammvenen |
Rosenvene; Jedes Bein hat zwei große oberflächliche Stammvenen, die große und die kleine Rosenvene. Diese kräftigen Venen des oberflächlichen Venensystems liegen unter der Haut im Bindegewebe. Die große Stammvene verläuft auf der Innenseite des Beines vom Innenknöchel des Fußgelenks vorbei am Knie bis hin zu Leiste, wo sie in das tiefe Venensystem mündet. Die kleine Stammvene verläuft vom Außenknöchel des Fußgelenks bis in die Kniekehle. Hier hat sie ihre Verbindungsstelle zu den tiefer liegenden Leitvenen. Bei schlussunfähigen Venenklappen der Stammvenen entsteht eine Stammvarikose. |
| Stammvarikose |
Krampfaderleiden der Stammvenen. |
| Stripping |
Operatives Verfahren zur Entfernung krankhaft veränderter Venen, vor allem der Stammvenen. Bei einer erkrankten großen Stammvene wird in Teil- oder Vollnarkose, seltener unter lokaler medikamentöser Betäubung, über einen etwa fünf Zentimeter langen Schnitt in der Leistenregion zunächst die Mündungsstelle der Vene in das tiefe Venensystem aufgesucht. Die Krampfader wird dann von der Hauptvene abgetrennt. In die erkrankte Vene wird eine Metallsonde eingeführt, die über einen weiteren Schnitt am Bein (Ober- oder Unterschenkel) wieder ausgeleitet wird. Das untere Ende der erkrankten Vene wird an der Sonde fixiert. Metallsonde und Krampfader werden dann gemeinsam herausgezogen, wobei bestehenden Verbindungen zu kleineren Venen mit abgerissen werden. Gewöhnlich wird die Stripping-Operation mit einer chirurgischen Unterbindung und Abtrennung weiterer Venen im Leistenbereich kombiniert (in der Medizinersprache „Crossektomie“ genannt). |
T
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| Thrombektomie |
Chirurgische Entfernung eines Thrombus (Blutgerinnsels). |
| Thrombophlebitis |
Oberflächliche Venenentzündung, auch „Phlebitis“; spontane Blutgerinnselbildung in oberflächlichen Venen, die sich mit Schmerzen, Rötung, Schwellung und Erwärmung bemerkbar macht. Häufiger bei Krampfadern, da langsam fließendes Blut zu spontanen Blutgerinnung neigt, aber auch im Rahmen anderer Erkrankungen. Eine Blutgerinnselbildung in tiefer liegenden Venen wird als „Thrombose“ bezeichnet. |
| Thrombus |
Blutpfropf, Blutgerinnsel |
| Thrombose |
Venenthrombose, Phlebothrombose, Blutgerinnselbildung in den tiefen Venen. Eine Thrombose kann sich besonders dann entwickeln, wenn die Venenwand geschädigt ist. Blutplättchen sammeln sich an der geschädigten Stelle und verklumpen zu einem Blutgerinnsel. Eine Thrombose kann auch bei verschiedenen Erkrankungen (Herzkrankheiten, Herzschwäche), nach Operationen oder bei Bewegungsmangel (Bettlägerigkeit, auf Fernreisen) auftreten. Bei unbehandelten Krampfadern können Thrombosen in Folge des gestörten Blutkreislaufs entstehen. Eine Thrombose kann zu einer Lungenembolien führen, wenn Teile des Blutgerinnsels vom Blut mitgerissen und in Richtung Lunge gespült werden und dort Gefäße verstopfen. Die Behandlung von Thrombosen erfolgt durch Kompressionstherapie und blutverdünnende Medikamente, seltener werden gerinnselauflösende Medikamente gegeben oder eine Operation durchgeführt. Wenn das Blutgerinnsel eine Vene nur teilweise verschließt, kann er durch körpereigene Faktoren meistens wieder aufgelöst werden. Bei einer Thrombose werden häufig Venenklappen zerstört, so dass der Blutfluss in bestimmten Venenabschnitten fehlgerichtet abläuft, der bis zur chronisch venösen Insuffizienz führen kann. |
U
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| Ultraschall |
Sonographie. Verfahren in der Medizin, das mit Ultraschallwellen von außen das Körperinnere sichtbar machen kann. Dient auch als Verfahren, mit dem der Arzt das Strömungsverhalten des Blutes in den Gefäßen beurteilen kann. |
| Ulcus cruris |
Unterschenkelgeschwür, offenes Bein |
V
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| Varikophlebitis |
Entzündung einer Krampfader. Meistens findet sich dabei eine schmerzhafte Verhärtung und Rötung im Verlauf der Krampfader. Nicht selten kommt es im Bereich der Entzündung zur Gerinnselbildung - Festwerden des zuvor flüssigen Blutes (Variko-thrombo-phlebitis).
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| Varikose |
Krampfaderleiden |
| Varizen |
Krampfadern |
| Varizenstripping |
siehe Stripping |
| Vene |
Blutgefäß, das Blut zum Herzen zurücktransportiert. |
| Venenbeschwerden |
Typisches Frühsymptom bei Krampfadern sind schwere, müde, ruhelose Beine, Spannungsgefühl, ziehende Schmerzen, Juckreiz, Taubheitsgefühl, Ameisenlaufen und nächtliche Wadenkrämpfe. Die Beschwerden sind abends nach langem Stehen oder Sitzen stärker ausgeprägt und bessern sich, wenn man die Beine bewegt oder hoch lagert. |
| Venenentzündung |
Phlebitis - Bildung von Blutgerinnseln nach Reizung oder Schädigung der Venenwand.
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| Venenklappen |
Bestandteil der Venen. Intakte Venenklappen lassen das Blut nur in eine Richtung fließen, nämlich in Richtung Herz und verhindern dadurch ein Zurückfließen des Blutes in die Beine (Ventileffekt). Bei Krampfadern oder der chronisch venösen Insuffizienz haben die Venenklappen ihre Funktion verloren und können nicht mehr richtig schließen. Die Folge davon ist ein venöser Blutrückfluss, der unbehandelt langfristig zu Schäden an andern Venen führt. |
| Venenklappen-Insuffizienz |
Funktionsuntüchtigkeit, Funktionsschwäche, Funktionsverlust der Venenklappen. Bei Krampfadern kommt es zu einem Zurückfließen des Blutes in die Beine, wenn die Venenklappen funktionsunfähig sind. |
| Verödung |
Sklerosierung |